Branche: Anlässe, Gaming und Entertainment

Ein Anlass bzw. eine Veranstaltung ist eine öffentliche Darbietung und Einrichtung, die zum Vergnügen der Teilnehmer bestimmt sein kann und im Zeitraum der Teilnahme begrenzt ist. Gaming bzw. Spiel bezeichnet hier Online Spiele, die Lotterie und all diejenigen Spiele welche in Spielbanken bzw. Spielhallen angeboten werden. Unter Entertainment versteht man im Grunde alles, was der Unterhaltung dient.

Branchen-Dienstleistungen

  • Beratung Eventveranstalter - Beratung Eventveranstalter

    Der Veranstalter eines Events hat ein breites Spektrum an gesetzlichen Regelungen und Massnahmen zu beachten, die sich im Veranstaltungsrecht wiederfinden. Das Veranstaltungsrecht ist dabei ein besonderes Rechtsgebiet, da es sich aus mehreren Gebieten zusammensetzt. Um diesen Rechtsbereich zu beschreiben, sind folgende Dinge zunächst zu beachten:

    Eine Veranstaltung ist eine öffentliche Darbietung und Einrichtung, die zum Vergnügen der Teilnehmer bestimmt sein kann und im Zeitraum der Teilnahme begrenzt ist. Als Veranstalter wird die Person benannt, die eine Veranstaltung anordnet, organisiert (heisst: Künstler beauftragt, Besucher bewirtet, den Raum zur Verfügung stellt, Tickets verkauft, etc.), eigenverantwortlich, im eigenen Namen und auf eigene Rechnung ausrichtet, womit sie das wirtschaftliche Risiko trägt und damit die oberste Entscheidungsbefugnis besitzt. Darauf sollten gerade Vermieter, Agenturen oder Sponsoren achten, da sie als Veranstalter gelten könnten, sofern sie sich stark in die Veranstaltung miteinbringen.

    Das Veranstaltungsrecht beschreibt die zu beachtenden Regelungen, die oft mit folgenden Teilbereichen verbunden sind: Dem Zivilrecht (Regelung der Rechtsbeziehungen unter Bürgern), dem öffentlichen Recht (Regelung der Rechtsbeziehungen zwischen Bürger und Staat) und dem Strafrecht (Regelung der Strafansprüche des Staats gegen den Bürger). In diese Rechtsgebiete fallen eine Vielzahl von weiteren Rechtsaspekten wie z.B. Verträge, Haftung, Versicherung, Werbung, Urheberrecht, Arbeitsrecht sowie Steuern, die beachtet werden wollen. Damit wird ersichtlich, wie wichtig die richtige Wahl des zuständigen Rechtsberaters ist, um mit dessen Erfahrung keine der vielen Besonderheiten zu vernachlässigen.

    Das Urheberrecht gestaltet sich bei Veranstaltungen als sehr komplex und kann bei Missachtung auch empfindliche Konsequenzen nach sich ziehen, da gerade Künstler in ihren kreativen Berufen ihr Geld mit Veranstaltungen verdienen. Daher ist die Kenntnis dieses Rechtsbereiches für einen Eventveranstalter sehr wichtig. In Erfahrung gebracht werden sollte: Was alles urheberrechtlich geschützt ist, ob bestimmte schützenswerte Bereiche dem Wettbewerbsrecht unterliegen, ob und welche Art von Aufnahmen bei einem Event erlaubt sind, und wie Werke Dritter auf Veranstaltungen genutzt werden dürfen.

    Der Schutz der Daten eines Eventveranstalters ist heutzutage unerlässlich geworden, da sich viele Aspekte im digitalen Bereich abspielen. Dies beginnt bei der Erstellung einer Webseite und reicht bis zur Verwaltung einer Gästeliste. Wichtiger noch sind die gespeicherten Daten von Kunden, Mitarbeitern und Besuchern, an die z.B. über das Internet Eintrittskarten verkauft werden. Je nach Rechtslage und Grösse der Veranstaltung ist es sogar nötig, einen Datenschutzbeauftragten einzustellen und Verzeichnisse zu verwalten, die auf Verlangen vorzeigbar sein müssen. Weitere Fragen ergeben sich bei Nutzung von Überwachungskameras, Drohnen zur Videoproduktion und der umfangreichen technischen Sicherung der Daten, die diese Möglichkeiten erforderlich machen.

    Die Haftungsfrage erstreckt sich erneut über sehr viele Bereiche, die ein Eventveranstalter beachten sollte. Haftbar kann grundsätzlich jeder gemacht werden, der fahrlässig oder vorsätzlich einen Schaden verursacht. Damit dieser Fall erst gar nicht eintrifft, sind gewisse Sicherheitsmassnahmen zu treffen. Allem voran steht das Sicherheitskonzept, das im Notfall greifen muss. Verantwortlich für die Erstellung dieses Konzepts und den Schutz sind unteranderem: Der Veranstalter (für alle, besonders aber für Besucher), der Verantwortliche für den Veranstaltungsort (z.B. für Kapazität der Besucher), die Dienstleister (z.B. Infrastruktur, Tontechnik), der Arbeitgeber (für seine Mitarbeiter in den jeweiligen Bereichen), die Polizei und Rettungskräfte sowie die Behörden, die die Genehmigung erteilen.

    Das Sicherheitskonzept dient der Organisierung des Ablaufs im Notfall. Es werden Verantwortliche ernannt, die in ihrer Eigenschaft einen bestimmten Plan ausführen, wie z.B. der Planung des Geländes und der Evakuierung im Notfall. Es ist ebenso wichtig, wer das Konzept ausarbeitet, da sich daraus unterschiedliche Anforderungen ergeben.

  • Beratung Hallen- und Theaterbetreiber - Beratung Hallen- und Theaterbetreiber

    Als Hallen- und/oder Theaterbetreiber wird die Person bezeichnet, die über die Nutzung des Veranstaltungsortes entscheidet (z.B. Eigentümer, Dauermieter) und für die bauliche Sicherheit verantwortlich ist. Er muss meist während der Veranstaltung anwesend sein, es sei denn er bestimmt einen Veranstaltungsleiter als Verantwortlichen.

  • Beratung in- und ausländische Online-Gaming Provider - Beratung in- und ausländische Online-Gaming Provider

    Die gesetzliche Regelung von Online-Glücksspiel unterliegt strengen Regelungen, wobei diese sich je nach Land oder Staat stark unterscheiden können. Zu beachten sind daher die im jeweiligen Land geltenden Gesetze, die sowohl vom Provider als auch vom Kunden in Erfahrung gebracht werden müssen. Ein sehr wichtiger Aspekt des Online Glücksspiels ist die Sicherheit der Spieler. Diese wird z.B. durch eine Lizensierung bewiesen, die von einer Zulassungsstelle ausgestellt wird.

    Die Wahl der Software-Anbieter ist genauso entscheidend, da diese mit einer guten Software sowie fachgerechten Entwicklern aufwarten sollten. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sollten auf der Seite leicht zu finden sein, damit sich der Spieler über Registrierung, Zahlungsarten, Datennutzung und häufig gestellte Fragen erkundigen kann.

    Ebenso sind sogenannte „graue Märkte“ zu beachten, die nur Formen des Glücksspiels wie z.B. Lotterien erlauben oder lediglich lokale Lizenzen an Betreiber ausstellen, nicht aber bei internationalen Anbietern. In gewissen Ländern werden als Restriktion dieser Märkte die Zahlungsmöglichkeiten limitiert.

  • Beratung in- und ausländische Spielbanken - Beratung in- und ausländische Spielbanken

    In- und ausländische Spielbanken müssen eine Reihe von Auflagen erfüllen, um ihren Betrieb aufnehmen zu können. Dies beginnt meist mit einer Konzession aus einem limitierten Kontingent, das der Begrenzung und Kontrolle der Glücksspielangebote dienen soll. Allein für die Konzession werden bereits viele Voraussetzungen verlangt, wie z.B. die Zuverlässigkeit des Betreibers, die Hinterlegung von Sicherheiten, die Gewährleistungen des Jugendschutzes und die Teilnahme am übergreifenden Sperrsystem der Spielbanken. Das Konzessionssystem soll daraus eine Balance zwischen einem kundenorientierten Wirtschaften als auch dem Schutz der Spieler bilden, die nicht im Widerspruch zueinanderstehen sollen.

    Neben der Konzession müssen weitere länderspezifische Aspekte betrachtet werden, wie z.B. der Datenschutz bei Spielüberwachung, Mitarbeiterlisten, Gästelisten und die Selbst- bzw. Fremdsperrung von suchtgefährdeten Spielern. Der Schutz der Daten und die generelle Datensicherheit müssen je nach Gesetzeslage vorhanden sein, bevor Massnahmen getroffen werden können, die eine Auswertung von Daten oder Aufnahmen ermöglichen.

    Für Spielbanken gilt oftmals ein Dresscode, der sich ebenso länderspezifisch unterscheiden kann. Im Vordergrund soll trotzdem eine vornehme Atmosphäre herrschen, wobei von Freizeitkleidung bis zum Anzug jede Art des Kleidungsstils zugelassen als auch verboten werden kann. Auch kann unterschieden werden, ob an Slots-Automaten (mit eher legerer Kleidung) oder an Tischen (eher vornehm) gespielt wird.

    In der Spielbankenbranche, in der das Rauchen üblich ist, muss zuvor das Nichtraucherschutzgesetz beachtet werden. In einigen Ländern sind gesetzliche Regelungen zum Nichtraucherschutz erlassen worden, die erhebliche Besucherrückgänge zur Folge hatten, da das Rauchen dort untersagt wurde. Separierte Räume und spezielle Entlüftungsanlagen müssen bei der Planung im Vorfeld in Kauf genommen werden.

  • Beratung Künstler - Beratung Künstler

    Für Künstler stellen sich viele Fragen, die den grossen Bereich des „Kunstrechts“ betreffen. Rechtlich sind viele Dinge zu beachten wie z.B. bei Ausstellungen, Verkäufen, Publikationen sowie bei Urheber- und Verwertungsrechten. Das betreffende „Kunstrecht“ bewegt sich zwischen den ideellen und wirtschaftlichen Interessen, ist als eigenständiges Rechtsgebiet aber nicht existent. Es besteht daher aus verschiedensten Rechtsgebieten wie dem Urheberrecht, Vertragsrecht, Werberecht, Wettbewerbsrecht, Internetrecht sowie Medienrecht, um nur einige zu nennen. Grundsätzlich beschäftigt es sich aber mit allen Rechtsverhältnissen, die den Künstler und seine Werke betreffen.

    Besonders wichtig ist die wirtschaftliche Verwertung der Kunstwerke, da diese in einem schwierigen Markt erfolgt und den Erfolg des Künstlers massgeblich beeinflussen kann. Hier stellen sich wichtige Fragestellungen betreffend den persönlichen Urheberrechte und Verwertungsrechte.

    Das Urheberrecht schützt Ideen sowie Inhalte und bleibt immer dem Schöpfer des Kunstwerkes vorbehalten. Es gilt als unverkäuflich bzw. nicht übertragbar, um auch nach Verkauf der Werke einen Schutz vor Schaden oder Veränderung zu besitzen. Damit ein Kunstwerk den Schutz des Urhebers erhält, muss es über eine gewisse „Schöpfungshöhe“ verfügen. Es muss demnach von Menschenhand (und nicht von Tieren oder Computern) erschaffen worden sein und einen gewissen Grad an Kreativität aufweisen, um so eine Ausuferung des Urheberrechtes auf z.B. Alltagsgegenstände zu vermeiden. Diese Annahme mag angreifbar sein, wird in dieser Form in der Rechtspraxis aber häufig verwendet, wobei die Abwägung im Einzelfall entschieden wird.

    Das Kauf- oder Verwertungsrecht regelt die materiellen Gesichtspunkte der Kunstwerke. Diese können entweder zusammen mit dem Kunstwerk oder separat verkauft werden, wobei es vertraglich möglich ist, Veränderungen und Vervielfältigungen zu genehmigen oder zu untersagen.Im Musikbereich wird meist das Erst- (Herstellung von Tonträgern), Zweit- (Wiederverwertung für ein „best of“, Sendungen in Radio) und Drittverwertungsrecht (Wiedergabe über Radio in einem Gatro-Betrieb) angewendet, welches entscheidet, wie Werke verwendet werden dürfen.

    Im Kunstmarkt sind Originale und Fälschungen ein wichtiges Thema, da sie weitere rechtliche Aspekte betreffen. Dies gilt besonders für das Urheberrecht, das Kaufrecht und das Gewährleistungsrecht. Dabei muss unterschieden werden, ob es sich um eine tatsächliche Fälschung handelt oder nur um eine Kopie, die nicht unter dem Namen des kopierten Künstlers, sondern unter dem eigenen Namen veröffentlicht wird. Im Musikmarkt ist das sog. „sampling“ (also die partielle Verwendung eines fremden Werkes zur Integrierung in das eigene Werk) eine permanente Streitfrage, da hier die Rechte des Urhebers oftmals ungefragt verletzt werden. Die Frage, ob die Verwendung nur eine Inspiration darstellt oder eine zu starke Ähnlichkeit mit dem Original besitzt, muss meist im Einzelfall geklärt werden.

    Für einen Künstler mit steigender Bekanntheit kann die Eintragung des Künstlernamens oder eines Pseudonyms sinnvoll sein, um eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschliessen und um zu verhindern, dass Dritte den Namen des Künstlers für sich als Marke in Anspruch nehmen. Mit dem Markenrecht erhält der Künstler eine Rechtsposition, die es ihm ermöglicht, mittels Lizenzvergaben, Einnahmen zu erwirtschaften, die ausserhalb des eigenen Berufsbereichs liegen (als Musiker z.B. mit Kleidung). Ebenso werden Unterlassungs- sowie Schadensersatzklagen vereinfacht, um die unerlaubte Nutzung des Markennamens zu verhindern.

  • Beratung von Ticketinganbieter - Beratung von Ticketinganbieter

    Ticketing Anbieter sind für den Vertrieb und die geltenden „Allgemeinen Ticket- Geschäftsbedingungen“ (ATGB) ihrer Eintrittskarten verantwortlich. Sie müssen sowohl den Zahlungsprozess überwachen, als auch die geltenden Verwendungsrechte der Tickets an den Kunden weitergeben. Tickets oder Eintrittskarten gibt es in unterschiedlichsten Formen, die sich aus ihrer Gültigkeitsdauer, den Nutzungsmöglichkeiten, die Personenanzahl und die Anzahl ihrer möglichen Verwendungen ergeben. Generell dienen sie als Berechtigung für eine Veranstaltung oder Dienstleistung bzw. auch als Vertrag zwischen dem Karteninhaber und dem Dienstleister. Auf der Karte müssen dabei alle wichtigen Angaben vorhanden sein wie z.B. der Preis, die Dienstleistung, der Ort sowie der Name des Veranstalters.

    Das Widerrufsrecht ist ein Verbraucherrecht, das die Möglichkeit bietet, von einem Kaufvertrag zwischen einem Verbraucher (z.B. Käufer) und einem Unternehmer (z.B. Verkäufer) ohne Begründung (innerhalb der Erklärung in Textform) und binnen einer Frist zurückzutreten. Für angebotene Tickets im Zusammenhang mit Freizeitbeschäftigungen, die einen spezifischen Termin oder Zeitraum vorsehen, gilt in der Regel kein Widerrufsrecht. Dies wäre dem Anbieter nicht zuzumuten, da dieser bereits Vorkehrungen und Ausgaben für die Veranstaltung erbringen musste.

    Die Eintrittskarte ist ein sogenanntes Inhaberpapier, das als solches übertragbar und damit für jeden nutzbar ist, der in Besitz des Papiers ist. Der Besucher einer Veranstaltung muss damit nicht zwingend der Käufer sein. Dies entfällt, sofern in den ATGB festgelegt wurde, dass eine Eintrittskarte personalisiert und damit personenbezogen ist. Werden Tickets von Privatpersonen weiterverkauft, kann ein Veranstalter durchsetzen, dass Karten nicht teurer als zum Originalpreis verkauft werden dürfen. Dies kann der Fall sein, sofern die Nachfrage von Eintrittskarten über das verfügbare Kontingent hinausgeht. Bildet sich ein Zweitticketmarkt (sog. Schwarzmarkt), können Tickets verbotenerweise zu stark überteuerten Preisen angeboten werden, wodurch diese durch die festgelegten ATGB meist ihre Gültigkeit verlieren. Privatpersonen, die ohne eine Geschäftsanmeldung als Re-Seller Eintrittskarten gewerblich oder kommerziell verkaufen, machen sich in der Regel strafbar. Dabei wird in einem Gerichtsverfahren nicht nur die Gewinnerzielungsabsicht beachtet, sondern auch die Anzahl der Verkäufe innerhalb eines bestimmten Zeitraums, einen wiederholten Verkauf von gleichartigen Artikeln oder auch eine professionelle Aufmachung des Angebotes.

    Nicht zu vergessen sind die Marken- und Urheberrechte, die bei bestimmten Logos auf Karten durch ihren Verkauf verletzt werden können.

    Personalisierte Tickets sind generell vom Weiterverkauf ausgeschlossen, da diese als sog. „qualifiziertes Legitimationspapier“ nur der auf der Karte zugeschriebenen Person den Zugang zur Veranstaltung oder Dienstleistung erlauben. Sollte dennoch der Fall eintreten, dass der Käufer verhindert ist, so kann durch den Veranstalter eine Umschreibung auf eine andere Person erfolgen, was mit einer zusätzlichen Gebühr verbunden sein kann.

    Der Datenschutz gewinnt dadurch an Relevanz, da Nutzer eines Ticketing-Angebotes personenbezogene Daten wie ihren Namen, ihre Anschrift und Mailadresse angeben müssen. Dies gilt besonders für personalisierte Tickets, da die Daten des Kunden entweder auf der Karte vermerkt oder in einem RFID-Chip gespeichert sind, um Ticketfälschungen vorzubeugen.Der Ticketing Anbieter sollte daher noch bevor der Nutzungsvorgang überhaupt beginnt, möglichst transparent und in allgemein verständlicher Form über Art, Umfang und Zweck der Erhebung und Verwendung der Daten informieren. Dies erfolgt meist über einen von jeder Seite aus erreichbaren Link, der den Datenschutz bzw. die „Datenschutzhinweise“ kenntlich macht.

  • Bewilligungen für Veranstaltungen - Bewilligungen für Veranstaltungen

    Bewilligungen sind grundsätzlich für öffentliche Veranstaltungen erforderlich und legen die Rahmenbedingungen fest, in der die Veranstaltung abgehalten werden darf. Davon betroffen sind allerdings auch private Veranstaltungen, die die Öffentlichkeit beeinflussen. Findet die Veranstaltung in einer genehmigten Veranstaltungsstätte statt, muss die Veranstaltung selbst in der Regel nicht erneut bewilligt werden, es sei denn, es finden genehmigungspflichtige Vorgänge wie z.B. Feuerwerk statt.

    Die Bewilligungen gestalten sich je nach Land, sogar je nach Gemeinde unterschiedlich, da Voraussetzungen sowie Bezeichnungen und zuständige Behörden variieren können. Verlangt werden könnten unter anderem: Ein Lageplan mit Ständen, Zelten, Bühnen und Tischen, ein Verkehrszeichenplan, falls die Verkehrsführung geändert werden soll, ein Nachweis über den Versicherungs-Schutz, eine Schätzung der erwarteten Anzahl an Besuchern und Zuschauern und eine Zustimmung von Betroffenen wie z.B. der Verkehrsbetriebe oder der Feuerwehr. Für den Veranstalter ist ebenso wichtig, zu wissen, was zusätzlich unternommen werden muss, da die Bewilligungen oft nur die Mindestanforderungen an die jeweilige Veranstaltung festlegen. Werden z.B. nach einer Auflage 5 Sanitäter vorgegeben, muss der Veranstalter prüfen, ob diese ausreichend sind.

  • Datenschutz & Sicherheit - Datenschutz & Sicherheit

    Der Begriff des Datenschutzes fasst einige Regeln und Prozesse zusammen, die alle darauf abzielen, die vorhandenen Daten einer Person (sowohl in digitaler als auch in physischer Form) vor unerlaubter Nutzung und Auswertung zu schützen. Dies soll der wachsenden Tendenz zum sog. gläsernen Menschen durch staatliche Überwachungsmassnahmen eindämmen und ebenso Informationsmonopole von Privatunternehmen verhindern. Bekannt sind vor allem die Aspekte der Verhinderung von missbräuchlicher Datenverarbeitung, des Schutzes der Privatsphäre, des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung sowie des Schutzes der Persönlichkeitsrechte.

    Zu unterscheiden ist der Datenschutz von der Datensicherheit, da der Datenschutz die Selbstbestimmung über die Daten einer Einzelperson sicherstellen soll, wohingegen bei der Datensicherheit den Schutz der Daten betrifft, unabhängig von einem Personenbezug (z.B. Geheimrezepte von Lebensmittelfirmen). Die Datensicherheit begegnet Sicherheitsrisiken wie Manipulation, Verlust oder unberechtigter Kenntnisnahme und betrifft daher alle Daten, sowohl in analoger (Papier), als auch in digitaler Form. Sie sichert damit die Schutzziele der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität, sodass nur befugte Personen zuverlässig Zugang zu Daten besitzen und diese in unverfälschter Form vorhanden sind.

    Mögliche Anwendungsbereiche des Datenschutzes und der Datensicherheit umfassen z.B. Angriffe mittels Schadsoftware (Trojaner), Körperscanner an Flughäfen, Aufzeichnungen der Mautkontrollbrücken für Rasterfahndungen, die Sorglosigkeit im Umgang mit privaten Daten sowie der Erhebung von Meta-Daten einzelner Personen durch Mobiltelefone.

  • Inkasso der Einnahmen - Inkasso der Einnahmen

    Der Begriff Inkasso umschreibt die geschäftsmässige Betreibung oder Einziehung fälliger Forderungen Dritter. Von Unternehmen beauftragt werden oft externe Firmen, wie Anwaltsbüros oder spezialisierte Inkassounternehmen, die meist eine Beratung und ein Service-Angebot anbieten. Dies resultiert in einer Kostenersparnis der Fixkosten für das eingesparte Personal und der Nutzung der besonderen Kompetenzen des Dienstleisters, sodass berechtigte Forderungen des Auftraggebers effizient erfüllt werden. Ziel eines Inkassounternehmens ist es, als Vermittler eine Einigung zwischen Gläubiger und Schuldner herbeizuführen. Kommt ein Schuldner trotz Mahnung nicht der Zahlungsverpflichtung nach, entsteht der Inkassofall. Das beauftragte Inkassounternehmen prüft den vorliegenden Fall und stellt danach eine schriftliche Mahnung zu. Bleibt diese erfolglos, wird der Schuldner oft noch persönlich oder telefonisch kontaktiert. Weigert sich der Schuldner weiterhin die Rechnung zu bezahlen, können gerichtliche Mahn- und Vollstreckbescheide bis hin zur Zwangsvollstreckung durch einen Gerichtsvollzieher oder eine kompetente Behörde veranlasst werden. Gegebenenfalls kann ein Inkassounternehmen bei Einwilligung zur Zahlung der Schulden einen Ratenplan mit dem Schuldner erstellen.

  • Lotterierecht - Lotterierecht

    Das Lotterierecht begründet sich im sogenannten staatlichen Lotteriemonopol, das in Ländern wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz Anwendung findet und besagt, dass nur konzessionierte Lottogesellschaften Lotto durchführen dürfen. Parallel dazu gibt es das Wettmonopol, das sich dem Bereich der Sportwetten widmet. Das Lotteriemonopol dient unteranderem dem Schutz vor Betrug sowie der Wahrnehmung gesellschaftlicher Pflichten, da ein Grossteil der Einnahmen gemeinnützigen Zwecken gespendet wird. Auch der Steuerung des Suchtverhaltens durch staatlich kontrolliertes Lotteriespiel wird Rechnung getragen, um gefährdete Personen schützen zu können. Für die Aufklärung und Prävention werden dazu Gelder bereitgestellt.

  • Spielbankenrecht - Spielbankenrecht

    Das Spielbankenrecht besteht unter anderem aus den Spielbankgesetzen, den Spielordnungen für Spielbankstandorte und den umfangreichen Auflagenkatalogen in den Spielbankkonzessionen. Spielbanken sind öffentlich zugängliche Einrichtungen, in denen das staatlich konzessionierte Glückspiel betrieben wird. Das Angebot wird entsprechend der Gästeschaft angepasst, fast immer vertreten sind jedoch Spiele wie Roulette, Black Jack und Automatenspiele. Zutritt besitzen nur volljährige Personen, wobei das Alter in einigen Ländern variieren kann.

    Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer Spielbank und einer Spielhalle. Eine Spielbank ist erheblich grösser als eine Spielhalle und veranstaltet regelmässig Events wie Turniere und Tanzabende. In der Spielbank befinden sich des weiteren auch Restaurants und Bars, die dem leiblichen Wohl dienen. Bedient wird man oft von einem Croupier, der das Spiel leitet, wobei im Spiel selbst Jetons für hohe Geldbeträge verwendet werden. Obwohl sich eine Spielhalle auch „Casino“ nennen darf, bietet sie lediglich einige Automatenspiele. Der Fokus liegt eher auf dem Spielspass als auf der besonderen Umgebung, die eine Spielbank mit ihrer vorgeschriebenen Etikette ausstrahlt. Wichtige Aspekte des Spielbankenrechts sind unter anderem die Zulassung einer Spielbank, die Regelung der Spieleinsätze, die zugelassenen Spiele, die Erstellung einer Besucher- bzw. Sperrdatei, die Videoüberwachung sowie zu leistende Abgaben und Steuern.

  • Vertragspartnermanagement - Vertragspartnermanagement

    Das Vertragspartnermanagement oder auch Contract Management erfasst die gesamte Vertragsabwicklung eines Unternehmens. Von der Planung, Steuerung, Überwachung bis zur Dokumentation werden hierbei alle Tätigkeiten zusammengetragen.Zum Gegenstand kommen Verträge, die Rechte und Pflichten zwischen mindestens zwei Parteien begründen. Die verabredeten Regelungen sind bindend für die Vertragsparteien, was bei einer Nichtbefolgung Vertragsstrafen nach sich ziehen kann. Eine Verpflichtung zur Leistung von Schadensersatz kann auch unabhängig von Verträgen eintreten.

    Die Entstehung eines Vertrages lässt sich in vier Phasen unterteilen: Die Initiierung, die Erstellung eines Vertragsentwurfs umfasst. Die Gestaltung, bei der die Vertragsinhalte aus verschiedenen Quellen zusammenkommen. Die Finalisierung, welche die Zusammenfassung zu einem unterschriebenen Vertrag beinhaltet und zum Schluss die Archivierung welche die Ablage, Wiedervorlage und Fristenüberprüfung betrifft. Das Vertragsmanagement ist stets darum bemüht, die betrieblichen und finanziellen Leistungen zu maximieren, seine Transparenz zu erhalten, jederzeit verfügbare und aktuelle Informationen liefern zu können, Risiken zu vermeiden und Kosten zu reduzieren. Das Fundament für ein betriebswirtschaftliches Handeln des Vertragsmanagements besteht in seinem Aufgabenbereich, nämlich die Verpflichtungen, Chancen und Rechte zu überwachen (Vertragsverwaltung), sowie Informationen für eine Risikobewertung zu sammeln (Vertragscontrolling).

    Die Vertragsverwaltung übernimmt unter anderem Aufgaben wie die Archivierung von Dokumenten sowie die Strukturierung gewonnener Informationen, die für einen Vertrag wichtig sind. Ebenso muss die Vertragserfüllung kontrolliert sowie Fristen und Terminvereinbarungen überwacht werden. Das Vertragscontrolling sammelt auch Informationen, insbesondere aber jene die Rückschlüsse auf die Risikobewertungen zulassen. Die Erstellung von Statistiken ist dabei die Basis für eine Abschätzung verschiedener Risiken. Es muss die Frage beantwortet werden, welche Art von Verträgen lukrativ sind und welche Vertragspartner bei der Umsatzsteigerung behilflich sein können.

    Generell wird durch ein effizientes Vertragsmanagement vermieden, dass mehrere Abteilungen mit derselben Angelegenheit beschäftigt sind und das Aufsuchen von Dokumenten mehr Zeit in Anspruch nimmt als nötig, was durch eine zentrale Datenhaltung bewirkt werden kann.

  • Wettrecht - Wettrecht

    Als Wette wird ein Vertrag bezeichnet, der bei einer Bestätigung einer Behauptung gegen eine andere einen Gewinn an den Sieger vereinbart, dessen Behauptung richtig ist. Ebenso kann die Behauptung das Eintreffen eines in bestimmter Weise definierten Ereignisses bezeichnen, das bei Eintreffen den Gewinn bestätigt. Da bei Wetten der Eintritt des Erfolges meist vom Zufall abhängt, besitzen die daraus entstehenden Pflichten nur ein geringes Mass an rechtlicher Verbindlichkeit.

    Sportwetten sind Wetten, die auf das Eintreffen eines Ergebnisses im Sportbereich beruhen, um bei richtiger Vorhersage einen Geldbetrag zu gewinnen. Diese Art von Wetten kann von einem Buchmacher zu einer festen Gewinnquote angeboten, oder aber zu variablen Quoten am Totalisator (Spieler wetten gegeneinander) abgeschlossen werden.

    Im Wettrecht stellen sich daher unterschiedliche Fragen, die zunächst die Einordnung der Wette betreffen. Eine Rennwette wird möglicherweise anders gehandhabt als eine Lotterie, die streng genommen auch zum Bereich der Wetten zu zählen ist. Weiter stellt sich die Frage, ob der Anbieter einer Wette alle nötigen Voraussetzungen erfüllt, um eine Wette veranstalten zu dürfen. Die Verhinderung von Betrug ist eine der wichtigsten Aufgaben eines lizensierten Wettveranstalters. Bei einem Gewinn muss die Besteuerung des Einsatzes oder des Gewinns geklärt werden, damit ein bestehendes Glücksspielmonopol auf staatlicher Basis seinen Pflichten zur Prävention von Glücksspiel nachkommen kann.