Fachbereich: Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht regelt die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Viele Aspekte (meist jene zum Schutz des Arbeitnehmers) werden durch das Gesetz zwingend geregelt. Ursache und Berechtigung dafür ist das strukturelle Ungleichgewicht. Der Arbeitnehmer, der seinen Lebensunterhalt mit seiner Arbeit verdient, ist normalerweise vom Arbeitgeber viel stärker abhängig als umgekehrt. Das Arbeitsrecht ist geprägt von einer Vielzahl von Rechtsquellen, die in einem bestimmten hierarchischen Verhältnis zueinander stehen (Gesetz, Gesamtarbeitsvertrag, Einzelarbeitsvertrag, Betriebsordnung, etc.)

Dienstleistungen

  • Antidiskriminierung - Persönlichkeitsschutz des Arbeitnehmers, Lohngleichheitsanspruch, Diskriminierungsverbot aufgrund des Geschlechts

    Geschlechtsspezifische Diskriminierung ist bereits bei der Anstellung, also noch bevor ein Arbeitsvertrag besteht, verboten. So muss der Arbeitgeber bei einer diskriminierenden Ablehnung einer Anstellung eine Entschädigung ausrichten. Diskriminierend ist diese, falls die Auswahlkriterien ohne sachliche Gründe direkt an das Geschlecht anknüpfen oder so ausgestaltet sind, dass sie zwar von beiden Geschlechtern erfüllt werden können, in Wirklichkeit jedoch das eine klar benachteiligen. Während der Dauer des Arbeitsvertrages haben Arbeitnehmer verschiedenen Geschlechts beim selben Arbeitgeber für gleichwertige Arbeit Anspruch auf den gleichen Lohn. Abweichende Vereinbarungen sind nicht gültig. Ob die Arbeit gleichwertig ist bestimmt sich nach sachlichen Kriterien wie bspw. Qualifikation und Leistung des Arbeitnehmers.

  • Arbeits- und Ruhezeitvorschriften - Erfassen und Dokumentation der Arbeits- und Ruhezeiten

    Arbeits- und Ruhezeitvorschriften bestimmen, wie viele Stunden pro Tag, Woche, Monat oder Jahr ein Arbeitnehmer arbeiten muss und wie viele Stunden tägliche Ruhezeit diesem zu gewähren sind. Die genaue Arbeitszeit wird im Arbeitsvertrag vereinbart. Daneben sieht das Gesetz in den meisten Rechtsordnungen maximale Höchstarbeitszeiten vor, welche nur in Ausnahmefällen überschritten werden dürfen. Auch Arbeitsverbote wie bspw. das Verbot von Nachtarbeit oder das Verbot von Sonntagsarbeit sowie spezielle Arbeits- und Ruhezeitvorschriften für besonders schützenswerte Personen (bspw. Jugendliche oder Schwangere) werden gesetzlich geregelt.

  • Arbeitsbewilligungen - Zulassung ausländischer Arbeitskräfte

    Eine Arbeitsbewilligung ist die von den Behörden erteilte Zulassung zur Erwerbstätigkeit für ausländische Staatsangehörige. Ob eine Arbeitsbewilligung ausgestellt wird, hängt meist von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend können bspw. das Herkunftsland, die festgesetzten Quoten und die Fähigkeiten und Ausbildung des Erwerbsuchenden sein.

    Ausländische Arbeitskräfte, die in der Schweiz erwerbstätig sind, benötigen eine Arbeitsbewilligung. Der Arbeitgeber hat sich zu vergewissern, dass der Arbeitnehmer bei Stellenantritt eine solche besitzt. Die Ausübung einer nicht bewilligten Erwerbstätigkeit sowie die Beschäftigung eines Ausländers ohne Arbeitsbewilligung sind strafbar.

    Keine Arbeitsbewilligung benötigen Bürger aus EU-Ländern, die in einem anderen EU-Land Arbeit suchen sowie – aufgrund des Personenfreizügigkeitsabkommens - Erwerbsuchende aus EU- und EFTA-Staaten, die in der Schweiz Arbeit suchen (oder umgekehrt). Voraussetzung ist jedoch, dass der Erwerbsuchende eine schriftliche Einstellungserklärung oder eine Arbeitsbescheinigung des Arbeitgebers vorweisen kann.

  • Arbeitsrechtliche Aspekte bei M&A-Transaktionen - Übergang Arbeitsverhältnisse, Kündigungen, Massenentlassung, bestehende Gesamtarbeitsverträge, Informations- und Konsultationspflichten etc.

    Als M&A-Transaktionen werden Vorgänge bezeichnet, die entweder die Fusion oder Verschmelzung von zwei Unternehmen zur Folge haben (Merger) oder den Erwerb eines Unternehmens oder von Unternehmensanteilen (Acquisition) durch ein anderes Unternehmen. Diese Transaktionen bewirken einen Übergang von Eigentumsrechten an einem Unternehmen. Bei M&A-Transaktionen stellen sich verschiedene arbeitsrechtliche Fragen. Geregelt werden sollte bspw. die Übertragung der Arbeitsverhältnisse oder allfällige Betriebsänderungen. Für arbeitsrechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen sollte deshalb ein ausgewiesener Experte konsultiert werden.

  • Arbeitsrechtliche Aspekte bei Outsourcing- und Insourcing-Projekten - Outsourcing: Auslagerung von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Dritte Insourcing: Reintergration von Unternehmensaufgaben und -strukturen, welche zuvor durch Outsourcing aus Leistungsumfang des Unternehmens ausgegliedert wurden

    Mit Outsourcing wird das Auslagern von Aufgaben oder Funktionen eines Unternehmens an ein Tochterunternehmen oder ein fremdes Unternehmen bezeichnet. Durch Outsourcing können Kosten gespart werden, weil das Unternehmen sich auf wenige Kernaufgaben konzentrieren kann oder das Zweitunternehmen über Spezialisierungen verfügt, die das outsourcende Unternehmen nicht besitzt.

    Insourcing bezeichnet das Wiedereinlagern von zuvor extern ausgeübten Funktionen und Aufgaben in das eigene Unternehmen. Insourcing kann sich lohnen, wenn das Know-How und die Kompetenzen innerhalb des Unternehmens erweitert werden sollen oder weil die Kosten der externen Leistungsanbieter zu hoch sind.

    Bei Out- und Insourcing-Projekten können sich verschiedene arbeitsrechtliche Fragestellungen ergeben. So geht bspw. ein Outsourcing-Vorhaben oft mit einem (teilweisen) Betriebsübergang einher, was die Regelung des Übergangs der Arbeitsverhältnisse nach sich zieht.

  • Arbeitsrechtliche Versicherungen - Z.B. Mutterschaftsversicherung

    Im Falle von Arbeitslosigkeit, Rente, Unfall und Krankheit sind unselbständig Erwerbende (Angestellte) in den meisten Fällen finanziell geschützt und haben einen Anspruch auf Arbeitslosengeld, Rente, Bezahlung von Nichtberufsunfallkosten oder Krankentaggeld. Diese gewährleisten dem Arbeitnehmer Schutz in jedem Stadium seines Lebens. Selbständig Erwerbende hingegen sind grösstenteils selbst für ihre Vorsorge verantwortlich und müssen Rechtskenntnisse haben, um optimal versichert zu sein.

  • Arbeitsunfälle - Jede Gesundheitsschädigung am Arbeitsplatz

    Als Arbeitsunfall gilt jede plötzliche, unbeabsichtigte und schädigende Einwirkung auf den menschlichen Körper, die durch einen äusseren Faktor und am Arbeitsplatz verursacht wurde. Für Arbeitsunfälle hat die obligatorische Unfallversicherung aufzukommen. Sie übernimmt die Kosten, die für die Wiederherstellung der Gesundheit des Arbeitnehmers entstehen.

  • Arbeitsvermittlung und Personalverleih - Arbeitsvermittlung: Tätigkeiten, Vorgänge und Institutionen, die auf Vermittlung von Arbeitssuchenden und Arbeitsplätzen gerichtet sind (z.B. Private Arbeitsvermittlung) Personalverleih: Arbeitgeber (Verleiher) stellt von ihm angestellte Arbeitnehmer anderen Arbeitgebern (Einsatzbetrieb) gewerbsmässig für Arbeitsleistungen zur Verfügung

    Die Arbeitsvermittlung besteht darin, dass eine Privatperson Stellensuchende und Arbeitgeber zusammenführt, damit diese ein Arbeitsverhältnis eingehen können. Man unterscheidet zwischen Temporärarbeit bei dem der Arbeitnehmer einmalig an einen Einsatzbetrieb überlassen wird, und Regiearbeit. Bei Letzterer wird der Arbeitnehmer wiederholt verschiedenen Einsatzbetrieben überlassen.

  • Arbeitsverträge (Arbeitsrecht) - Z.B. Einzelarbeitsvertrag, Gesamtarbeitsvertrag, Normalarbeitsvertrag

    Der Arbeitsvertrag regelt das Arbeitsverhältnis zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber und damit deren Rechte und Pflichten. Der Vertrag zwischen dem einzelnen Arbeitnehmer und dem einzelnen Arbeitgeber ist der sogenannte Einzelarbeitsvertrag.

    Zusätzlich können sogenannte Gesamtarbeitsverträge auf das Verhältnis zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer Anwendung finden. Gesamtarbeitsverträge sind Verträge zwischen Gewerkschaften (=Arbeitnehmerverbänden) auf der einen Seite und Arbeitgeberverbänden oder einem Arbeitgeber auf der anderen Seite. Sie geben Gewerkschaften die Möglichkeit, sich für angemessene Löhne und Arbeitsbedingungen einzusetzen.

  • Arbeitszeit & Überstunden - Überstunden: Überschreitung der vertraglichen Normalarbeitszeit Überzeit: Mehrarbeit über die gesetzliche Höchstarbeitszeit hinaus

    Die Arbeitszeit definiert wie viele Stunden der Arbeitnehmer arbeiten muss. Deren Umfang ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag oder allenfalls aus der betrieblichen Übung. Arbeitsgesetze enthalten zudem oft Vorschriften über die Obergrenzen der Arbeitszeit. Es gibt verschiedene Modelle wie die Arbeitszeit genau ausgestaltet ist bzw. wie frei der Arbeitnehmer in der Einteilung dieser ist (bspw. gleitende Arbeitszeit, Jahresarbeitszeit, etc.).

    Überstunden sind geleistete Arbeitsstunden, die über die eigentlich vereinbarte Arbeitszeit hinausgehen. Der Arbeitnehmer ist zur Leistung solcher verpflichtet, wenn sie notwendig für den Betrieb sind, der Arbeitnehmer dazu in der Lage ist und sie ihm zugemutet werden können.

    Davon zu unterscheiden ist die Überzeit. Sie bezeichnet die über das zulässige Höchstmass des Arbeitsgesetzes hinausgehende Arbeitszeit.

  • Aushilfen - Aushilfen sind Personen die nicht dauerhaft in einem Unternehmen arbeiten, sondern nur dann, wenn zusätzliche Arbeitskraft benötigt wird

    Aushilfen werden meist dann eingestellt, wenn für eine bestimmte Tätigkeit keine spezifische Ausbildung nötig ist und die Tätigkeit zudem zeitlich befristet ist. Branchen, in denen häufig Aushilfen eingesetzt werden, sind bspw. die Gastronomie oder das Baugewerbe. Aushilfen gelten grundsätzlich als normale Arbeitnehmer. Meist werden für die jeweiligen Arbeitseinsätze mit dem Arbeitnehmer immer wieder neue befristete Arbeitsverträge abgeschlossen.

  • Beratung von Expatriates - Expatriates: Fachkräfte die von international tätigen Unternehmen vorübergehend an ausländische Zweigniederlassung entsandt werden

    Ein Expatriate („Expat“) ist ein Arbeitnehmer, der für eine gewisse Zeit an eine ausländische Zweigstelle des Unternehmens entsandt wird. Meist gibt es vor einem solchen Vorhaben wichtige Fragen zu klären, bspw. ob ein VISA oder eine Arbeitsbewilligung notwendig ist, welches Recht auf den Arbeitsvertrag anwendbar ist, die Regelung der Entlöhnung (insbesondere das „cost of living adjustment“), die Steuersituation oder den Familiennachzug.

  • Berufskrankheiten - Krankheiten, die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind

    Als Berufskrankheit wird jede Krankheit verstanden, deren Ursache in der beruflichen Tätigkeit liegt. Darunter fallen vor allem Erkrankungen wie Schwerhörigkeit, Hauterkrankungen oder Erkrankungen, die durch gesundheitsschädigende Stoffe wie Asbestose oder Silikose hervorgerufen werden.

    Wird eine Berufskrankheit festgestellt, so hat die Unfallversicherung dem Geschädigten die Behandlungskosten zu bezahlen und ihm für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ein Taggeld zu entrichten. Ist der Geschädigte für längere Zeit oder sogar für immer (teilweise) nicht erwerbsfähig, so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente. Teilweise hat der geschädigte Arbeitnehmer dann auch einen Anspruch auf Umschulung.

  • Bewerbungen und Vorstellungsgespräch - Bewerbungsarten und Fragen an Stellensuchende

    Die Anbahnung eines Arbeitsverhältnisses beginnt meist mit der Stellenausschreibung eines Unternehmens. Mit einer Bewerbung kann der Arbeitssuchende sodann auf die Ausschreibung antworten. Bewirbt sich der Arbeitssuchende bei einem Unternehmen ohne dass eine konkrete Arbeitsstelle ausgeschrieben wurde, so handelt es sich um eine Spontanbewerbung. Eine Bewerbung umfasst meist ein Motivationsschreiben, einen Lebenslauf („CV“) sowie bisherige Arbeitszeugnisse und Referenzen. Ist der Arbeitgeber daran interessiert, den Bewerber näher kennen zu lernen, lädt er ihn zu einem Vorstellungsgespräch ein. Durch dieses kann er eruieren, ob sich der Bewerber für die ausgeschriebene Stelle eignet oder nicht.

  • Coworking - Freiberufler, Kreative, kleinere Startups oder digitale Nomaden arbeiten dabei zugleich in meist größeren, offenen Räumen und können auf diese Weise voneinander profitieren

    Unter Coworking versteht man eine Arbeitsform, bei der mehrere Arbeiter zusammen in einem oder mehreren grossen Räumen arbeiten und so miteinander interagieren und von der Infrastruktur (Drucker, Netzwerk, Telefon, etc.) gemeinsam profitieren können. Die Arbeiter können entweder unterschiedlichen Tätigkeiten nachgehen oder auch an gemeinsamen Projekten arbeiten. Durch Coworking können Kosten gespart und Arbeitsplätze flexibel genutzt werden. Ausserdem soll durch den Austausch zwischen den unterschiedlichen Coworker Kreativität und Innovation gefördert werden.

  • Entbindung - Geburt

    Schwangere Frauen bedürfen besonderen Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz, um ihre Gesundheit und die ihres ungeborenen Kindes nicht zu gefährden. Das Gesetz sieht deshalb spezielle Regelungen für Frauen in der Schwangerschaft vor, insbesondere für Arbeitnehmerinnen, die einer gefährlichen oder besonders anstrengenden Tätigkeit (bspw. langes Stehen) nachgehen.

    Für eine gewisse Zeit während und nach der Schwangerschaft erhält die (werdende) Mutter Mutterschaftsurlaub. Während dieser Zeit hat sie Anspruch auf einen Anteil (meist 70-80%) ihres Lohns. In den meisten Rechtsordnungen dauert der Mutterschaftsurlaub zwischen 14 und 18 Wochen, in einigen Ländern wird Urlaub von 6 bis 12 Monaten gewährt. Kein Recht auf bezahlten Mutterschaftsurlaub kennen dagegen die USA.

  • Expatriates und Impatriates - Arbeitskräfte, die von einer ausländischen Zweigstelle importiert werden (Impatriates) und Fachkräfte die von international tätigen Unternehmen vorübergehend an ausländische Zweigniederlassung entsandt werden (Expatriates)

    Als Expatriate (=Expat) bezeichnet man einen qualifizierten Arbeitnehmer, der für eine gewisse Zeitdauer in der ausländischen Zweigstelle seines Unternehmens seiner Arbeitstätigkeit nachgeht.

    Der gegenteilige Begriff Impatriate bezeichnet einen ausländischen Arbeitnehmer, der im inländischen Unternehmen eingestellt wird.

    Bei Expatriate- und Impatriatekonstellationen können sich Fragen ergeben wie bspw. jene nach der auf das Arbeitsverhältnis anwendbaren Rechtsordnung. Bei Fragen rund um Ex- und Impatriates ist der Rat durch einen ausgewiesenen Experten empfehlenswert.

  • Ferienanspruch - Anspruch auf Ferien

    Ferien ist die der Erholung dienende Zeit während der der Arbeitnehmer von der Arbeitspflicht befreit ist unter gleichzeitiger Wahrung des Lohnanspruchs.

    Der Arbeitnehmer hat pro Jahr einen minimalen Anspruch auf eine bezahlte Ferienzeit (in der Schweiz etwa mind. vier Wochen bzw. fünf bis zum vollendeten 20. Lebensjahr). Der Zeitpunkt bestimmt grundsätzlich der Arbeitgeber, ist jedoch verpflichtet, die Interessen des Arbeitgebers zu berücksichtigen.

    Kann der Erholungszweck der Ferien aufgrund Krankheit oder Unfall nicht erreicht werden besteht womöglich ein Anspruch auf Nachgewährung einer entsprechenden Anzahl von Ferientagen (soweit nicht schon im Voraus klar ist, dass keine Erholung erreicht werden kann).

  • Freistellung, Abfindung - Freistellung: Befreiung des Arbeitnehmers von der Pflicht zur Arbeitsleistung Abfindung: Entschädigungszahlung des Arbeitgebers für den Fall, dass Arbeitnehmer durch Kündigung seinen Arbeitsplatz verliert

    Stellt der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer frei, so verzichtet Ersterer auf die Arbeitsleistung. Der Arbeitnehmer muss und darf dann nicht mehr arbeiten, behält aber seinen Anspruch auf Lohn. In den meisten Fällen wird die Freistellung zwischen Kündigung und Beendigung des Arbeitsverhältnisses angeordnet.

    Abfindung ist die Summe, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausrichtet. Ein gesetzlicher Anspruch auf Abfindung besteht indes nicht. Häufig dient die Ausrichtung einer Abfindung der einvernehmlichen (sofortigen) Beendigung eines Arbeitsverhältnisses.

  • Gerichtsverfahren - Ordentliches Gerichtsverfahren

    Für Arbeitsrechtliche Klagen ist das Gericht am Wohnsitz oder Sitz (bei jur. Personen) der beklagten Partei oder am Ort, an dem der Arbeitnehmer gewöhnlich seine Arbeit verrichtet zuständig. In vielen Kantonen wurden spezielle Arbeitsgerichte eingerichtet, wo dies nicht der Fall ist, sind die normalen Zivilgerichte zuständig. Grundsätzlich geht dem Verfahren vor Gericht jeweils ein Schlichtungsversuch vor der Schlichtungsbehörde voraus.

  • Gesamtarbeitsvertragsrecht - Vertrag zwischen Arbeitgebern/Arbeitgeberverbänden und Arbeitnehmerverbänden zur Regelung der Arbeitsbedingungen und des Verhältnisses zwischen den Parteien

    Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ist ein überbetrieblicher Vertrag zwischen einer Gewerkschaft (=Arbeitnehmerverband) und einem Arbeitgeberverband oder einem Arbeitgeber. Inhaltlich kann ein Gesamtarbeitsvertrag normative Regeln enthalten, d.h. unabdingbare und unverzichtbare Regeln über den Abschluss, den Inhalt und die Beendigung der einzelnen Arbeitsverhältnisse. Weiter kann der GAV indirekt-schuldrechtliche Regeln enthalten, d.h. Regeln, welche Leistungen des Arbeitgebers zugunsten des Arbeitnehmers vorsehen oder Regeln über die Ordnung und das Verhalten des Arbeitnehmers innerhalb eines Betriebs.

  • Gestaltung von Entlöhnungs- und Bonusprogrammen - Zeitlohn, Akkordlohn, variable Leistungsvergütung etc.

    Für die Art der Entlöhnung sehen die meisten Rechtsordnungen verschiedene Möglichkeiten vor. Neben dem am häufigsten vorkommenden Zeitlohn, der leistungsunabhängig nach Zeitabschnitten bemessen wird (Stunden-, Tag-, Wochen-, Monats-oder Jahreslohn), ist auch der Leistungslohn, bei welchem sich der Lohn nach der Leistung des Arbeitnehmers richtet (Akkordlohn, Prämie, Provision) oder der Lohn, welcher durch Faktoren wie bspw. dem Geschäftsergebnis beeinflusst wird (Gewinnbeteiligung am Geschäftsgewinn oder am Cashflow), weit verbreitet.

    Die Art der Entlöhnung kann ausserdem nach dem Leistungsgegenstand unterschieden werden, so kann der Arbeitgeber neben dem Geldlohn auch ein Naturallohn bspw. in der Form von Verpflegung und Unterkunft entrichten. Der Lohn kann aus verschiedenen Lohnbestandteilen bestehen (bspw. Zuschläge aus Zulagen, Überstundenarbeit, Nacht- und Sonntagsarbeit) oder auch Sondervergütungen enthalten. Eine solche Sondervergütung ist die Gratifikation. Sie wird als Belohnung für eine besonders gute Leistung des Arbeitnehmers entrichtet und liegt zumindest in der Bestimmung der Höhe im Ermessen des Arbeitgebers. Wird ein Bonus ausbezahlt, so ist wichtig zu klären, ob es sich um eine Sondervergütung oder um einen Lohnbestandteil handelt. Je nach Konstellation hat der Arbeitnehmer einen Anspruch darauf oder nicht.

  • Gesundheitsschutz - Vermeidung jeglicher Verletzungen der körperlichen oder psychischen Unversehrtheit durch geeignete Massnahmen, z.B. Hygiene, Schutzausrüstung

    Der Arbeitgeber hat zwingend Massnahmen zu treffen, um die Gesundheit seiner Arbeitnehmer zu schützen. Potentielle Gefährdungen für die Gesundheit der Arbeitnehmer stellen bspw. Hitze, Lärm, ungesunde Körperhaltungen, Überbelastungen, chemische Stoffe, dauerhafter Stress, Mobbing oder sexuelle Belästigung dar. Der Arbeitgeber hat alles Notwendige vorzukehren, um solche Gefährdungen zu beseitigen. Trifft der Arbeitgeber auch nach dessen Aufklärung über die Missstände keine geeigneten Massnahmen, so können Branchenverbände oder die zuständigen Behörden informiert werden.

  • Home Office - Arbeitserbringung von zu Hause aus

    Unter Home Office versteht man eine Form der Arbeitsgestaltung, bei der nicht im Büro des Unternehmens gearbeitet wird, sondern von zuhause aus. Diese Arbeitsform wird aufgrund der guten Vernetzung des Menschen dank neuester Entwicklungen wie bspw. dem Computer und dem Internet ermöglicht. Ein Vorteil von Home Office ist die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und das Wegfallen von allenfalls langen Arbeitswegen.

    Neben den üblichen Regelungen wie sie auch in einem normalen Arbeitsverhältnis vorkommen, gilt es in einem Homeoffice-Vertrag zusätzlich einige andere Punkte zu vereinbaren. So sollte geregelt werden, ob der Arbeitgeber für die Ausstattung des Home Office aufkommt, wie nach der Beendigung des Vertragsverhältnisses mit den auf dem Heimgerät gespeicherten Daten umgegangen werden soll, die Zeiten zwingender Erreichbarkeit oder die Teilnahme an Sitzungen oder Videokonferenzen.

  • Integration von Mitarbeitenden nach Durchführung einer M&A-Transaktion - Integrationskonzepte etc.

    M&A Transaktionen (= Unternehmensfusionen und -übernahmen) haben häufig zur Folge, dass neue Mitarbeiter in die neuen Unternehmensstrukturen integriert werden müssen. Da die Unternehmen sich meist mehr mit der vorherigen Transaktionsphase auseinandersetzen, bleibt die Integration oftmals auf der Strecke. Es ist deshalb wichtig, dass das Management dafür sorgt, dass sich die Mitarbeitenden der unterschiedlichen Organisationsstrukturen angleichen können und Motivation finden, gemeinsam an den neuen Zielen zu arbeiten. Bei einer geplanten M&A-Transaktion ist deshalb gerade auch für die Integrationsphase ausführliche Beratung einzuholen.

  • Jobsharing - Besetzung eines Vollzeitarbeitsplatzes mit zwei oder mehrere Teilzeitarbeitskräften

    Beim Jobsharing besetzen mehrere Arbeitnehmer gemeinsam eine Arbeitsstelle. Die Arbeitnehmer müssen sich jeweils rechtzeitig über die einzelnen Arbeitseinsätze absprechen, da die Aufteilung der Arbeitszeit grundsätzlich ihnen überlassen ist.

    Mit einem Jobsharingvertrag wird, falls nicht anders vereinbart, meist die Pflicht übernommen, den anderen Arbeitnehmer zu vertreten, falls dieser an der Arbeit verhindert wird.

  • Konflikte am Arbeitsplatz (sexuelle Belästigung, Mobbing, etc.) - Sexuelle Belästigung: Belästigung oder Demütigung mit Worten, Gesten oder Taten von Frau oder Mann Mobbing: Systematisches Ausgrenzen eines Gruppenmitgliedes durch eigene Gruppe

    Konflikte am Arbeitsplatz kommen im Arbeitsalltag leider immer wieder vor. Meist lösen sich banale Meinungsverschiedenheiten dank einer gut erlernten Streitkultur von selbst wieder auf. Dauern Konflikte jedoch längere Zeit an oder haben sie eine über das normale Mass hinausgehende Intensität, so sollte Hilfe, zunächst intern und falls diese nicht wirkt auch extern, herangezogen werden. Solche Konfliktsituationen von grösserem Ausmass können bspw. Vorfälle von Mobbing, sexueller Belästigung oder Diskriminierung darstellen.

    Den Arbeitgeber trifft eine Fürsorgepflicht gegenüber seinem Arbeitnehmer, welche die Pflicht beinhaltet, die Persönlichkeit des Arbeitnehmers vor Verletzungen durch Dritte zu schützen. Er muss geeignete Massnahmen ergreifen, um Konflikte am Arbeitsplatz zu lösen. Solche Massnahmen können bspw. die Durchführung von Gesprächen mit den Konfliktparteien, das Aufstellen bestimmter Verhaltensregeln oder interne Versetzungen darstellen.

  • Konkurrenzverbote - Verbietet dem Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, seinen Arbeitgeber zu konkurrenzieren

    Während des Arbeitsverhältnisses besteht mangels anderweitiger Abrede von Gesetzes wegen meist ein Konkurrenzverbot. Dieses fliesst aus der allgemeinen Treuepflicht des Arbeitnehmers. Dieser darf seinen Betrieb weder durch selbständige Arbeit noch durch Arbeit bei einem anderen Unternehmen konkurrenzieren. Mit der Beendigung (und meist nicht mit Eingang der Kündigung) endet das gesetzliche Konkurrenzverbot.

    Ein Konkurrenzverbot das über die Dauer des Arbeitsverhältnisses hinaus wirken soll, ist ein sogenanntes nachwirkendes Konkurrenzverbot, da ein solches das wirtschaftliche Fortkommen des Arbeitgebers erheblich beeinträchtigen kann. Seine Gültigkeit ist in den meisten Rechtsordnungen an mehrere Voraussetzungen geknüpft.

  • Kündigung und Kündigungsschutz - Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Kündigungsfreiheit) Kündigungsschutz erschwert oder beeinflusst Kündigung eines Vertrages

    Die Kündigung ist der Ausdruck des Willens, das Arbeitsverhältnis einseitig aufzulösen. Ordentlich ist die Kündigung, falls sie unter Einhaltung der vorgeschriebenen Fristen und Termine geschieht. Gekündigt werden kann grundsätzlich nur ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Ein befristetes Arbeitsverhältnis kann meist nur während der Probezeit gekündigt werden.

    Eine Kündigung muss unmissverständlich ausgesprochen werden und entfaltet ihre Wirksamkeit sobald sie dem richtigen Empfänger zugeht.

  • Kündigung, Restrukturierung, Freistellungen und Massenentlassung - Restrukturierung: Outsourcing, Fusionen etc. Freistellung: Befreiung des Arbeitnehmers von der Pflicht zur Arbeitsleistung Massenentlassung: Gleichzeitige Kündigung vieler Arbeitnehmer (Überschreitung gewisser im Gesetz statuierten Schwellenwerte)

    Eine Kündigung stellt eine Willenserklärung dar, das Arbeitsverhältnis einseitig zu beenden. Eine Kündigung kann entweder ordentlich (= Kündigung innerhalb der vorgeschriebenen Fristen) oder ausserordentlich (= Kündigung ohne Einhaltung der vorgeschriebenen Fristen, meist fristlos) erfolgen. Bei einer missbräuchlichen Kündigung (bspw. einer Diskriminierungs- oder Rachekündigung, einer Kündigung, die einzig zum Ziel hat, die Entstehung von Ansprüchen der anderen Partei zu verhindern oder die andere Partei vor der Ausübung ihrer Rechte zu hindern) kann Entschädigung geltend gemacht werden.

    Unternehmensumstrukturierungen (Fusionen, Spaltungen, Umwandlungen und Vermögensübertragungen) haben meist Auswirkungen auf die Arbeitnehmer. Eine mögliche Folge kann bspw. die Betriebsübernahme darstellen. Durch diese gehen alle Arbeitsverhältnisse auf den neuen Erwerber über unabhängig von dessen Zustimmung. Auch der Gesamtarbeitsvertrag hat weiterhin Geltung.

    Die Freistellung stellt eine Form des Annahmeverzugs des Arbeitgebers dar, bei welchem der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Weisung erteilt, dass er für eine bestimmte Zeit nicht arbeiten darf. Meist wird eine Freistellung nach einer ordentlichen Kündigung für die Zeit der Kündigungsfrist (also bis das Arbeitsverhältnis ordentlich beendet ist) ausgesprochen. Der Arbeitgeber verzichtet also in eigenem Interesse auf die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers, muss ihm während dieser Zeit aber immer noch den vollen Lohn bezahlen.

    Eine Massenentlassung stellt eine Kündigung dar, die mehreren Arbeitnehmern des gleichen Betriebs gleichzeitig zukommt. Eine Massenentlassung kommt meist dann vor, wenn sich ein Unternehmen in einer Krise befindet und keine milderen Massnahmen wie bspw. eine Lohnkürzung oder eine Verlängerung der Arbeitszeiten möglich sind. Massenentlassungen stellen sehr drastische Massnahmen dar, welche eine Vielzahl von Personen betreffen. Deshalb ist die Einhaltung der gesetzlichen Voraussetzungen unumgänglich.

  • Lehrlinge - Auszubildende

    Mit der Einstellung eines Lehrlings verpflichtet sich der Arbeitgeber in einem befristeten Arbeitsvertrag zur fachgemässen Ausbildung der lernenden Person für eine bestimmte Berufstätigkeit. Der Lehrling hat die Pflicht, beim Arbeitgeber Arbeit zu leisten. Der Lehrvertrag stellt einen speziellen Arbeitsvertrag dar, welcher sich durch einige Besonderheiten auszeichnet. Es handelt sich dabei um einen befristeten Arbeitsvertrag an dessen Ende meist eine durch den Lehrling zu absolvierende Prüfung steht.

  • Lohn bei Krankheit - Lohnfortzahlung

    Arbeitgeber müssen ihren Angestellten bei Krankheit für eine bestimmte Zeit das Arbeitsentgelt weiter zustellen.

    Im Falle der Schwangerschaft gilt es genau zu bestimmen, wie lange und wie hoch die Lohnfortzahlung erfolgt. Rechtliche Fragen betreffend Dauer, Lohnanspruch nach längerer Absenz etc. sollten unbedingt geklärt werden.

  • Lohn und Spesen -

    Der Lohn stellt die Vergütung dar, die der Arbeitgeber für die vom Arbeitnehmer geleistete Arbeit entrichtet. Die Lohnzahlungspflicht steht also in einem Austauschverhältnis zur Arbeitspflicht. Vergütungen, die nicht im Austausch für die geleistete Arbeit des Arbeitnehmers stehen, stellen keinen Lohn dar. Solche Vergütungen können bspw. Spesenentschädigungen darstellen. Spesen sind Kosten, die notwendigerweise durch die Ausführung der Arbeit entstehen, bspw. Kosten aus Geschäftsreisen. Diese Aufwendungen hat der Arbeitgeber in den meisten Fällen zu entschädigen.

  • Missbräuchliche und fristlose Kündigung - Missbräuchliche Kündigung: wegen persönlichen Eiegenschaften, wegen Ausübung verfassungsmässiger Rechte, zur Vereitelung der Entstehung von Ansprüchen, Kündigung weil Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis geltend gemacht werden sowie wegen Leistung von Militär-, Schutz- oder Zivildienst

    In gewissen Fällen ist eine ordentliche Kündigung missbräuchlich. Sie ist trotzdem wirksam, das heisst das Arbeitsverhältnis wird beendigt. Die andere Vertragspartei muss jedoch eine Entschädigung und gegebenenfalls Schadenersatz leisten. Auch die Kündigung des Arbeitnehmers kann missbräuchlich sein, es wird also nicht nur der Arbeitnehmer geschützt.

  • Nationale und internationale Beteiligungsprogramme - Z.B. Mitarbeiterbeteiligungsprogramme (Beteiligungsrechte werden planmässig an Arbeitnehmer abgegeben)

    Über Beteiligungsprogramme erhalten die in einem Unternehmen beschäftigten Personen eine Beteiligung am Unternehmen. Dies kann bspw. eine Beteiligung am Geschäftserfolg für Führungskräfte sein oder den vergünstigen Verkauf von Aktien oder Optionen an die Mitarbeiter.

  • Personalfragen bei Insolvenz - Z.B. Auswirkung auf Arbeitsverhältnis, Lohnforderungen von Arbeitnehmenden, Pflichten als Arbeitgeber gegenüber Arbeitnehmer

    Wird ein Unternehmen insolvent gemeldet, stellt dies eine grosse Bedrohung für die Arbeitsplätze in diesem Unternehmen dar. Zwar ist eine Kündigung aufgrund Insolvenz nicht erlaubt, jedoch können Kündigungen infolge fehlender Aufträge oder Betriebsstillegungen angezeigt sein. Für die Zeit des Insolvenzverfahrens stellen sich für Arbeitnehmer deshalb wichtige Fragen bzgl. Urlaubsanspruch, Lohnforderungen und Auflösung des Arbeitsverhältnisses.

  • Rekrutierung, Überwachung, Überprüfung und Befragung - Rekrutierung: Personalbeschaffung

    Der Begriff Rekrutierung bezeichnet die Beschaffung von Personal für die Tätigkeit in einem Unternehmen. Rekrutierung kann entweder intern durch die Schulung bereits eingestellter Mitarbeiter oder extern durch die öffentliche Ausschreibung einer bestimmten Arbeitstätigkeit durchgeführt werden. Immer häufiger werden dabei Bewerber genauestens überprüft (bspw. im Internet). Nicht jede Internet-Recherche ist hierbei jedoch erlaubt. Gerade das Nachforschen der sozialen Netzwerke oder des Wohnorts über Google Earth überschreiten oftmals die Grenzen der Privatsphäre. Ausserdem kann während dem Bewerbungsgespräch das Beantworten von sehr privaten Fragen, die mit der zukünftigen Tätigkeit und dem Unternehmen nichts zu tun haben, verweigert werden.

    Die Überwachung des Verhaltens der Arbeitnehmer während der Arbeit ist erlaubt, sofern die Massnahmen verhältnismässig sind. Wichtig hierbei ist, dass der Arbeitgeber transparent macht, welche Bereiche wie überwacht werden. Die namentliche Auswertung von Telefon, E-Mail, Internet und Fax ist bspw. nur dann verhältnismässig, wenn ein konkreter Verdacht besteht, dass diese Informations- und Kommunikationsmittel missbraucht werden.

  • Schiedsrichtermandate - Schiedsrichter in arbeitsrechtlichen Streitigkeiten

    Vor einem Schiedsgericht können sich streitende Parteien zusammenfinden, um ihre rechtliche Auseinandersetzung auf nicht-staatlichem Weg zu beseitigen. Das Schiedsgericht urteilt in der Form eines Schiedsspruchs, welcher regelmässig auch rechtlich bindend ist. Auch im Arbeitsrecht können Schiedsgerichtsvereinbarungen getroffen werden. Die Parteien entscheiden in der Vereinbarung über die Ernennung der Schiedsrichter sowie über die Zusammensetzung des Schiedsgerichts. Die ernannten Schiedsrichter erhalten ein sogenanntes Schiedsrichtermandat.

  • Schwangerschaft (Schutzbestimmungen) - Z.B. Kündigungsschutz, Beschäftigung nur mit Einverständnis, Bestimmungen zur Arbeitszeit, Lohnfortzahlung bei Arbeitsverhinderung

    Für eine Frau mit anspruchsvoller Arbeit, können neben Familien, Haushalt, Privatleben und anderen Verpflichtungen mit der Schwangerschaft zahlreiche Rechtsfragen aufkommen (Z.B. Kündigungsschutz, Beschäftigung nur mit Einverständnis, Bestimmungen zur Arbeitszeit, Lohnfortzahlung bei Arbeitsverhinderung).  Ungewissheit über das bestehende Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft erzeugt Unsicherheit und Planungsprobleme. Hier ist eine richtige Beratung von grösster Notwendigkeit.

  • Sicherheit am Arbeitsplatz - Sicherheit und Gesundheitsschutz

    Arbeitgeber haben für die Sicherheit ihrer Arbeitnehmer am Arbeitsplatz zu sorgen. Die meisten Rechtsordnungen sehen deshalb gewisse Schutzbestimmungen vor. Er hat die Arbeitnehmer vor möglichen Unfällen zu schützen (besonders bei Tätigkeiten mit erhöhtem Unfallrisiko), den Betrieb optimal auszustatten, die Gesundheit der einzelnen Arbeitnehmer bei der Arbeitsplanung zu berücksichtigen sowie den Arbeitsplatz sauber zu halten.

  • Sozialpläne - Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung über Milderung oder Ausgleich der wirtschaftlichen Nachteile, die Arbeitnehmern aus Unternehmensumstrukturierung entstehen, z.B. Massenentlassung (ab gewisser Unternehmensgrösse besteht Sozialplanpficht)

    Ein Sozialplan ist eine Vereinbarung, die zwischen einem Arbeitgeber und seinen Arbeitnehmern vereinbart wird und Massnahmen enthält, die die Folgen einer Massenentlassung für die Arbeitnehmer mildert. Solche Massnahmen können bspw. spezielle Kündigungsfristen, Abgangsentschädigungen, Umschulungskostenbeiträge oder vorzeitige Pensionierungen sein.

  • Stundenlöhner - Anstellung im Stundenlohn

    Ein Stundenlöhner ist ein Arbeitnehmer dessen Entlöhnung pro Stunde festgelegt ist. Der Lohn richtet sich somit nach der tatsächlichen Arbeitszeit, was bedeutet, dass in einem Monat mit weniger Arbeitstagen grundsätzlich auch weniger verdient wird und kein gesetzlicher Anspruch auf Abgeltung von Feiertagen besteht. Der Arbeitnehmer hat jedoch oft ein Recht auf (bezahlte) Ferien.

  • Temporärarbeit - Form des Personalverleihs

    Die Temporärarbeit ist eine Form des Personalverleihs. Der Arbeitnehmer geht einen Arbeitsvertrag mit einer Agentur (Verleiher) ein. Die Agentur vermittelt Interessierten (Entleihern) sodann die Arbeitskraft des Arbeitnehmers mit einem Verleihvertrag. Der Temporärarbeitsvertrag ist jeweils auf den entsprechenden Einsatz beschränkt.

    Deshalb gibt es häufig einen Rahmenvertrag zwischen Agentur und Arbeitnehmer, der die Arbeitsbedingungen für künftige Einsätze regelt, sodass die beiden sich nur noch auf einen konkreten Einsatz einigen müssen. Der Anspruch auf die Arbeitleistung, die Lohnzahlungspflicht sowie das Kündigungsrecht liegen typischerweise bei der Agentur.

  • Transfer von Führungskräften - Vorübergehende Tätigkeit einer Führungskraft in einer anderen Niederlassung

    Durch einen Führungskräftetransfer wird eine Führungskraft eines Unternehmens in eine andere, häufig ausländische, Niederlassung entsandt, um dort die (internationalen) Unternehmensaktivitäten zu steuern. Transfers von Führungskräften helfen einerseits, eine einheitliche Unternehmenspolitik zu verwirklichen, Know-How bzgl. des Managements in die Niederlassung einzubringen, eine bessere Kommunikation zwischen der Niederlassung und dem Hauptunternehmen zu ermöglichen sowie (in Fällen von Unternehmensfusionen und –übernahmen) unterschiedliche Unternehmenskulturen zu vereinigen.

  • Unbezahlter Urlaub - Absenz von der Arbeitsstelle ohne Arbeitsleistung und ohne Lohn

    Unbezahlter Urlaub ist das berechtigte Fernbleiben von der Arbeit ohne Lohnanspruch. Einen gesetzlichen, allgemeinen Anspruch auf unbezahlten Urlaub gibt es nicht. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können jedoch einen solchen vereinbaren.

  • Verhandeln und Entwerfen von Verträgen, Arbeitsbedingungen und -richtlinien - Beratung und Erstellen von Verträgen

    Die Ausarbeitung von umfassenden, gut durchdachten und fairen Arbeitsverträgen ist ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg eines Unternehmens. Deshalb empfiehlt es sich, beim Verhandeln und Entwerfen von Verträgen, beim Erfassen der richtigen Arbeitsbedingungen und zur Einhaltung der Arbeitsrichtlinien Unterstützung von einem ausgewiesenen Experten in Anspruch zu nehmen.

  • Whistleblowing-Abläufe - Meldung von Missständen in Unternehmen

    Im arbeitsrechtlichen Kontext bedeutet Whistleblowing die Meldung an eine interne oder externe Stelle über Missstände in einem Betrieb durch den Arbeitnehmer. Als Arbeitnehmer muss man sich jedoch bewusst sein, dass aufgrund der Pflicht des Arbeitnehmers, die Interessen des Arbeitgebers zu wahren, die Zulässigkeit des Whistleblowings an enge Voraussetzungen geknüpft ist.

  • Wochenbett - Beschäftigungsverbot, Mutterschaftsurlaub

    Direkt nach der Geburt des Kindes fängt das Wochenbett an. Die Dauer des Wochenbetts weicht je nach Jurisdiktion ab (ca. 8 bis 16 Wochen). Es beinhaltet rechtliche Fragestellen über das Beschäftigungsverbot und den Mutterschaftsurlaub (Dauer und Kosten) und was geschieht, wenn diese Rechte verletzt werden.

  • Zeugnis - Wird durch Arbeitgeber ausgestellt und enthält Angaben über die Personalien des Arbeitnehmers, die Art und Dauer des Arbeitverhältnisses sowie (objektiv wahre) Äusserungen über dessen Leistung und Verhalten

    Jeder Arbeitnehmer hat grundsätzlich das Recht, jederzeit ein Arbeitszeugnis vom Arbeitgeber zu verlangen.

    Der Arbeitnehmer kann ein sogenanntes Vollzeugnis mit Angaben sowohl über die Art und Dauer, wie auch über sein Verhalten und seine Leistung verlangen. Er kann aber auch nur eine Bestätigung des Arbeitsverhältnisses verlangen.

    Das Zeugnis muss inhaltlich wohlwollend und trotzdem vollständig und klar sein. Das Zeugnis sollte ein möglichst getreues Abbild von Verhalten und Leistung des Arbeitnehmers zeichnen.

  • Überwachung von und Nachforschung betreffend Mitarbeitenden - Z.B. Überwachung von geschäftlichen E-Mails

    Mit den heutigen Technologien ist theoretisch eine fast umfassende Überwachung der Arbeitnehmer möglich. Der Umgang mit solchen Daten untersteht jedoch dem Datenschutzgesetz und muss mit der Privatsphäre der Angestellten vereinbar sein.

    Leistungs- und Verhaltenskontrollen dürfen grundsätzlich nur durchgeführt werden, wenn das Personal klar darüber informiert worden ist. Jegliche Massnahme muss verhältnismässig sein, das heisst notwendig, geeignet und durch die Interessen des Arbeitgebers gerechtfertigt.