Unternehmensbereich: Aktionäre

Der Aktionär beteiligt sich durch den Erwerb einer Teilsumme des Aktienkapitals (=Aktie) an einer Aktiengesellschaft (AG). Das Einbezahlen der entsprechenden Summe ist grundsätzlich die einzige Pflicht des Aktionärs. Darüber hinausgehende Pflichten können nur in einem sogenannten Aktionärsbindungsvertrag vereinbart werden. Dieser begründet jedoch Rechte und Pflichten nur zwischen den Aktionären als Vertragspartner.
Soweit die Aktien an der Börse gehandelt werden, muss der erwerbende Aktionär zudem gesetzliche Meldepflichten beachten, falls er eine bestimmte Beteiligungsquote übersteigt.Der Aktionär hat sowohl vermögensmässige, wie auch Mitwirkungs- und Schutzrechte. Im Vordergrund steht dabei der Anspruch auf eine anteilsmässige Gewinnbeteiligung (Dividende), soweit diese Ausschüttung rechtskonform durch die Generalversammlung beschlossen wird. Die Mitwirkungsrechte sind insbesondere das Recht an Teilnahme und Äusserung an der GV sowie das Recht, sich an dieser vertreten zu lassen. Schutzrechte des Aktionärs sind v.a. Informationsrechte, die Anfechtung von rechts- bzw. statutenwidrigen Beschlüssen und die sogenannte Verantwortlichkeitsklage. Diese Klage richtet sich gegen Mitglieder des Verwaltungsrates oder der Revisionsstelle und lautet auf Schadenersatz.Insbesondere die Wahrnehmung der Aktionärsrechte ist je nach Grösse der Aktiengesellschaft eine komplexe Angelegenheit. Es sind häufig ziemlich kurze Fristen zu beachten. Bei Unklarheiten empfiehlt es sich, Rat von einem Experten zu holen.

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